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29.10.2022

Grippe-Impfaktion 6. Dez.

Am Dienstag, den 6 Dez findet vormittags eine Grippe-Schutz Impfaktion statt.
Neben einem normal dosierten tetravalenten Influenz-Impfstoff kommt auch der Hochdosis-Grippeimpfstoff Efluelda® von Sanofi zum Einsatz (solange der Vorrat reicht).
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt diesen Impfstoff für Personen ab 60 Jahren.
Über 60-Jährige haben laut Bundesgesundheitsministerium aber Anspruch auf beide Impfstoffe. Damit können über 60-Jährige sowohl den Hochdosis-Grippeimpfstoff oder einen herkömmlichen inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Impfstoff zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten.

Für die Impfaktion ist folgendes unbedingt zur beachten:
• Es werden nur Patienten mit Termin geimpft.
• Bitte Chipkarte der gesetzlichen Krankenversicherung mitbringen.
• Privatpatienten müssen sich vorab ein Privatrezept für den Impfstoff ausstellen lassen und den Impfstoff zur Impfaktion mitbringen. Bitte Kühlkette nicht unterbrechen (d.h. zu Hause im Kühlschrank bei ca. 8 Grad aufheben. NICHT ins Gefrierfach legen. Das macht den Impfstoff unbrauchbar)

Die reguläre Sprechstunde findet in dieser Zeit nicht statt. Es können auch keine Rezepte, Überweisungen oder sonstige Leistungen erbracht werden. Ein geordneter und reibungsloser Ablauf ist sonst nicht gewährleistet. Bitte haben Sie Verständnis dafür.

Informieren Sie sich im Vorfeld über die Grippeschutzimpfung. Wir stellen unten einen Aufklärungstext zur Verfügung. Sie haben vor der Impfung die Gelegenheit, Fragen zur Impfung zu stellen und erklären mit Ihrer Unterschrift Ihr Einverständnis für die Impfung.

Die Schutzimpfung gegen Grippe (Influenza)

Die Influenza
Die Influenza („echte Grippe“) ist eine mit Fieber, Husten und Muskelschmerzen einhergehende akute Erkrankung der Atemwege, die durch Infektion mit Influenzaviren hervorgerufen wird. Vor allem bei Menschen mit Risikofaktoren und bei chronisch Kranken finden sich schwere Verläufe der Grippe. Als Komplikationen können z.B. Lungenentzündung (Pneumonie) und Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auftreten. In Deutschland sterben in jedem Jahr mehrere Tausend Menschen an Influenza. Die Grippe tritt häufig von November bis April auf. Die Impfung sollte deshalb bevorzugt in den Herbst- oder Wintermonaten durchgeführt werden.
Wichtig ist die Influenza von anderen Erkältungskrankheiten, den „grippalen Infekten“, zu unterschieden. Diese banalen Atemwegsinfekte verlaufen nur selten lebensbedrohlich. Gegen sie schütz die Grippe-Impfung nicht!

Impfstoff
Der Impfstoff enthält abgetötete Grippeviren bzw. deren Bestandteile. Er wird in den Oberarmmuskel verabreicht. Der Impfschutz beginnt etwa 2 bis 3 Wochen nach der Impfung und wird bei etwa 80% der Geimpften erreicht. Da sich die Grippeviren ständig verändern, wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff gegen die aktuell im Umlauf befindlichen Grippeviren entwickelt. Daher ist es sinnvoll, die Impfung jedes Jahr aufzufrischen. Die jetzt gängigen Impfstoffe sind „tetravalent“ („4-fach“), d.h. sie enthalten 2 aktuelle A und 2 B Stämme. Der A Stamm H1N1 ist immer dabei (Erreger der „Schweinegrippe“ und „Spanischen Grippe“ 1918)

Wer soll geimpft werden?
Die Impfung wird für folgende Personengruppen empfohlen:
• Personen über 60 Jahre
• Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
• Personen mit chronischen Leiden, wie z.B. Lungen-, Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten (auch Kinder und Jugendliche) sowie Bewohner und Personal von Alters- oder Pflegeheimen; Kindergartenpersonal
• Alle Personen bei kursierenden oder drohenden Epidemien

Wer soll nicht geimpft werden?
Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber leidet, sollte nicht geimpft werden. Die Impfung sollte frühestens 2 Wochen nach Abklingen der Erkrankung nachgeholt werden. Ebenso dürfen auch Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Impfstoffs oder gegen Hühnereiweiß nicht geimpft werden. Bei Schwangeren kann die Impfung ausnahmsweise durchgeführt werden, möglichst jedoch nicht im ersten Drittel der Schwangerschaft.

Nebenwirkungen und Risiken der Impfung
In den ersten beiden Tagen nach der Impfung soll eine körperliche Beanspruchung des Impfarmes oder eine erschöpfende körperliche Belastung vermieden werden. Allergische Reaktionen auf den Impfstoff sind zwar selten, dennoch empfehlen wir Ihnen, nach der Impfung 20 Minuten zur Überwachung bei uns zu bleiben. 1-3 Tage nach der Impfung kann es zu leichten Schmerzen an der Impfstelle mit Rötung und Schwellung, aber auch zu leichten grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen kommen. Diese Symptome sind Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff und zeigen die Effektivität der Impfung an. Sie sind in der Regel nur leicht ausgeprägt und klingen normalerweise rasch und folgenlos ab. Es wurden Fälle von Narkolepsie in Zusammenhang mit H1N1 Impfung berichtet, was aber nie endgültig beweisen werden konnte.

Einverständnis zur Durchführung der Schutzimpfung gegen Grippe (Influenza)
Falls bei Ihnen eine Allergie, insbesondere auf Hühnereiweiß, bekannt ist, oder nach einer früheren Impfung allergische Erscheinungen oder sonstige Reaktionen aufgetreten sind, bitten wir, dies unverzüglich mitzuteilen. Wenn Sie mehr über die Schutzimpfung wissen wollen, fragen Sie bitte nach!
Bei Frauen:
Ich bin nicht schwanger. Mir ist bekannt, dass die Grippeschutzimpfung in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft nicht vorgenommen werden sollte. Nach der Impfung sind für 3 Monate ggf. empfängnisverhütende Maßnahmen erforderlich.



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